Beckenbodentraining für Männer

Leiden Sie unter einer Blasenschwäche? Dann geht’s Ihnen wie vielen anderen Männern. Rund drei bis elf Prozent erkranken irgendwann in ihrem Leben an Harninkontinenz. Wie viele genau betroffen sind ist unklar, weil ein Großteil ihre schwächelnde Blase verschweigt oder ignoriert. Dabei gilt: Je früher Sie etwas dagegen unternehmen, desto schneller und besser kann Ihnen geholfen werden.

Erfahren Sie hier, welche Formen der Harninkontinenz es gibt, was der Beckenboden ist, wofür wir ihn brauchen und wie er mit gezieltem Training gestärkt werden kann.

 Wie äußert sich eine Harninkontinenz?

Wenn Sie nicht mehr die volle Kontrolle über Ihre Blase haben, leiden Sie an einer Blasenschwäche beziehungsweise Harninkontinenz. So kann sie sich äußern:

  • Stressinkontinenz: Urin tritt aus, wenn Sie husten, lachen oder niesen.
  • Dranginkontinenz: Urin tritt aus, wenn Sie einen plötzlichen Harndrang verspüren.
  • Überlaufinkontinenz: Urin tritt aus, weil Sie Ihre Blase nicht vollständig entleeren können.
  • Vollständige Inkontinenz: Urin tritt ständig oder häufig aus, da Ihre Blase überhaupt keinen Urin speichern kann.

Trifft eines dieser Beispiele auf Sie zu? Dann nehmen Sie bitte Kontakt zu einem Arzt auf. Manche Formen der Harninkontinenz sind gut zu behandeln. Helfen können in der Regel auch eine Umstellung der Ernährung und verschiedene Übungen wie das Kegel-Training.

Der Beckenboden – Was ist das eigentlich?

Der Beckenboden befindet sich im Becken und ist ein Muskelkomplex. Die Muskulatur erstreckt sich von der hinteren Schambeinoberseite bis zum Steißbein. Sie besteht aus zwei Muskelschichten und den Schnürmuskeln um die Harnröhre und den Darm. Stellen Sie sich den Beckenboden wie eine Art Hängematte vor, die unsere Organe umgibt und unterstützt.
Männer haben zwei Öffnungen im Beckenboden: für den Enddarm und die Harnröhre.

Der weibliche Beckenboden wird vor allem durch Schwangerschaft und Geburt strapaziert. Bei Männern führen langes Sitzen, eine schlechte Körperhaltung, Übergewicht, Prostataoperationen oder Strahlentherapien zu einer „müden“ Beckenbodenmuskulatur.

Der Beckenboden hat mehrere Aufgaben: Er fördert den Halt der Organe im Bauch und Becken, unterstützt die Schließmuskeln von Harnröhre und After und hilft, einem hohen Druck im Bauchraum standzuhalten, zum Beispiel beim Husten, Niesen, Lachen oder Heben.

So machen Sie Ihren Beckenboden stark

Menschen mit geschwächter Beckenbodenmuskulatur leiden besonders häufig an einer Inkontinenz. Mit gezieltem Beckenbodentraining stärken Sie die Muskulatur und steuern unwillkürlichem Harnverlust entgegen.

Für die Übungen brauchen Sie keinerlei Ausrüstung, Sie können immer und überall trainieren, ohne dass jemand etwas davon mitbekommt. Also: am besten sofort starten!

Der erste Schritt: Lokalisieren Sie Ihre Beckenbodenmuskeln. Versuchen Sie beim Wasserlassen, den Strahl anzuhalten. Die Muskeln, die Sie dabei beanspruchen, sind Ihre Beckenbodenmuskeln.

  • Spannen Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur für 5 – 7 Sekunden an.
  • Entspannen Sie Ihre Muskeln.
  • Wiederholen Sie diese Übung bis zu zehn Mal. Vielleicht schaffen Sie anfangs nur zwei oder drei Wiederholungen. Nicht verzagen! Sie werden schnell feststellen, dass Ihre Muskulatur stärker wird. Und bestimmt schaffen Sie schon bald zehn Wiederholungen mit Leichtigkeit.

Auch wenn Sie mit dem Training sofort beginnen können, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt sprechen, wenn Sie bei sich eine Blasenschwäche vermuten.

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